ParadiesVögel für das Glashaus
 
Ein Kunstprojekt der UniverSaale für den Glaspavillon im Paradies

Seit dem 23.03.2026 kündigen selbstgestaltete Plakate der Schüler*innen der Kunst-AG der UniverSaale-Schule Jena das ungewöhnliche Kunstprojekt an den Glasfronten des sogenannten Glashauses an. Die einst fixe Idee der Mitglieder des Glashaus im Paradies e.V. fand an der benachbarten Schule offene Ohren und die kreativen Köpfe der Kunst-AG. „Dass wir die Idee als partizipatives Projekt inmitten des Paradiesparkes selbst umsetzen können, ist ein Geschenk!“, so eine Vertreterin des Vereins, der seit inzwischen 20 Jahren den Glaspavillon ehrenamtlich betreibt.

Der Anlass freilich sei ein sehr bedrückender, so der Verein. Denn seit zwei Jahren gerät das Gebäude aufgrund seiner namensgebenden Glasflächen immer wieder in die Kritik des NABU. Zu viele Vögel schlügen auf die Glasscheiben auf, weil sie sie nicht wahrnehmen, und sterben dabei oder in Folge dessen. Seit zwei Jahren beschäftigt den Verein gemeinsam mit der Eigentümerin des Gebäudes KIJ, der Jenaer Denkmalschutzbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde nun schon das Thema – immer auf der Suche nach Lösungen, die Natur- und Denkmalschutz möglichst nah miteinander verbinden. Denn das Gebäude steht seit 20 Jahren unter Denkmalschutz, insbesondere aufgrund seiner Glasflächen, was viele gängige Lösungen des Vogelschlagschutzes hier verbietet. Einige Lösungen wurden bereits ausgetestet, mussten aber wieder verworfen werden; weitere wurden beraten. Als nun eine auch für KIJ sehr aussichtsreiche und zudem denkmalkonforme Lösung auf politischer Ebene ungeprüft verworfen wurde, dachte der Verein unkonventionell – die „ParadiesVögel“-Idee war geboren. „Wir sind super gespannt auf die Ergebnisse! Und im besten Fall bewirken die künstlerischen Fantasiegestalten sogar etwas – und sei es nur, dass die Durchsichtigkeit zwischen den beiden Glasscheiben an der Vorder- und Rückseite des Hauses unterbrochen wird“, drückt der Verein seine Zuversicht aus.

Der Verein hält jedoch auch fest: Die Negativ-Kampagne des NABU gegen das Haus und der permanente Druck auf die Institutionen und politischen Instanzen ist weder hilfreich noch zielführend. Für den Verein ist das ganz klar keine Grundlage für eine kooperative Lösungsfindung, der es ansonsten gelingen könne, Naturschutz und Denkmalschutz zu vereinen statt gegeneinander auszuspielen.


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