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Rezensionen zu 'Fup'
 
Die Tageszeitung vom 21.03.2002

Dass es ganze zwanzig Jahre dauern musste, bis Jim Dodges "Erwachsenenmärchen" ins Deutsche übersetzt wurde, kann Rezensent Frank Schäfer nur als wunderliche Eigenheit der Verlagsbranche verbuchen. Wenigstens liege diese "ruhige, anrührende und zutiefst humanitäre" Geschichte um drei mehr als sonderliche Hauptfiguren, jetzt in einer "überaus charmanten" Übersetzung vor. Kurz geht Frank Schäfer auf den Inhalt ein, ohne ihn weiter zu analysieren und zitiert lieber einen der Charaktere, Granddaddy Jake, der erklärt, dass es im Leben Dinge gäbe, die man nicht erklären könne, sondern nehmen müsse habe, wie sie sind. Ja, denkt sich der Rezensent, das trifft es ganz gut und macht wahrscheinlich auch die "Poesie des Buches" aus.


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28.02.2002

Das Buch ist so liebevoll gestaltet, dass Stephan Maus es gar nicht mit "profanen Rezensentenanmerkungen zu beschmutzen" wagt. Mit sicherer Hand habe der Berliner Comic-Künstler Georg Barber alias "Atak" die bemerkenswertesten Passagen illustriert. Doch auch wegen Harry Rowohlts Übersetzung dieser "skurrilen, menschen- und tierfreundlichen Träumerei über Lebenskünstler" hat der Rezensent absichtlich langsam gelesen, um den Genuss zu verlängern. Die Geschichte handelt, lesen wir bei unserem entzückten Rezensenten, von einem kleinen, aber reichen Waisenkind, das von einem Großvater "in Steuernöten" adoptiert wird. Jener "Granddaddy Jake" nun sei ein "altes Raubein, das "nach einem sehr bewegten Abenteurerleben" auf seiner abgelegenen Ranch an einem Jungbrunnen schraube. Autor Jim Dodge habe man mit Mark Twain verglichen, behauptet Maus und fügt hinzu: "Aber er ist ein Mark Twain auf LSD". Sein Humor sei anarchistisch und "Fup" eine Art "psychedelisches Rock 'n' Roll-Märchen im Geiste des Kaliforniens der Siebziger Jahre".

 
 
 
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