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Jena (AA/js). Seit einiger Zeit wird das Glashaus im Paradies, ein Flachbau gleich hinter dem Paradiescafé, nicht mehr genutzt und verfällt zusehens. Diesen Umstand wollten neun Kunstinteressenten nicht länger hinnehmen und gründeten dazu den Verein "Glashaus im Paradies". Seit dem 1. Februar dieses Jahres wird nun Stück für Stück ein neues Nutzungskonzept für dieses Kleinod in die Tat umgesetzt. Das Gebäude, 1977 vom Jenaer Architekten Friedhelm Schubring entworfen und 1978 fertig gestellt, gehört heute dem städtischen Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ).
In den kommenden Monaten soll es wieder zu einem Ort der Begegnung gemacht werden. Dazu möchte der junge Verein die einmalige Immobilie für verschiedene Veranstaltungen nutzen. Kultur und Natur sollen dabei gleichermaßen erlebbar gemacht werden. Vereinsvorsitzender Armin Huber nennt dabei drei Bereiche von bildenden Angeboten über künstlerische Veranstaltungen bis hin zur körperlichen Ertüchtigung. Die Schwerpunkte werden zu Beginn aber bei Lesungen, darstellender und bildender Kunst sowie bei Musikveranstaltungen im kleineren Rahmen liegen. Das Angebot soll nach den Plänen des Vereins ganzjährig erhalten bleiben.
Noch bleibt aber viel zu tun. Die geplanten Umbaumaßnahmen wie Komplettverglasung und Heizungs- und Toiletteneinbau belaufen sich laut KIJ-Werksleiter Thomas Dirkes auf rund 15.000 Euro. Jeweils ein Drittel davon tragen der Vermieter KIJ, der Eigenbetrieb JenaKultur sowie der Glashaus-Verein selbst. Um das Vereinsdrittel zu finanzieren, legte der Jenaer Künstler Ekkehard Engelmann einen Linolschnitt des Glashauses auf, der als limitierte "Kunst-Aktie" angeboten wird. Die handsignierte Auflage von 150 Stück soll für jeweils 100 Euro an Kunstliebhabeer und Glashausinteressierte verkauft werden.

 
 
 
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GLASHAUS im Paradies e.V.| Charlottenstraße 19 | 07749 Jena | Kontakt